
Dr. med. Barbara Herbst
Leitende Ärztin
Sekretariat:
Manuela Renk
Tel.: 0203 / 7688 - 3110
Fax: 0203 / 7688 - 2287
E-Mail: manuela.renk(at)bgu-duisburg.de

Zurück in Alltag und Beruf
Die Berufsorientierte Rehabilitation (B.O.R) Unfallverletzter stellt einen Tätigkeitsschwerpunkt der BG-Unfallklinik Duisburg dar. Dabei verfolgt das Zentrum für Rehabilitation ein klar definiertes unfallchirurgisch-orthopädisches und handchirurgisches Ziel: Den Patienten dabei zu helfen, die Folgen ihrer Verletzung oder Erkrankung so gut wie möglich zu überwinden und so schnell wie möglich wieder in ein „normales“ Leben zurückzukehren.
Das rehabilitative Behandlungsangebot der BG Unfallklinik Duisburg umfasst drei Kernbereiche:
Unfallchirurgisch-orthopädische Rehabilitation
Im stationären Bereich werden BGSW- (Berufsgenossenschaftlich stationäre Weiterbehandlung) und KSR- (Komplexe stationäre Rehabilitation) Maßnahmen angeboten. Die Reha- Patienten werden während der klassischen BGSW-/ KSR- Maßnahme auf dem Klinikgelände, entweder im Haupthaus oder im Appartement untergebracht. Diagnostik- und Therapieeinrichtungen sind laufnah zu erreichen. Alle Maßnahmen haben zum Ziel, den Verletzten auf die Belastung des Berufslebens vorzubereiten und die Arbeitsfähigkeit in der alten Tätigkeit wiederherzustellen.
Im ambulanten Rehabilitationsbereich finden täglich Spezialsprechstunden wie Exoprothetik / Orthetik, Schuhorthopädietechnik, BGSW-Sprechstunden und spezielle Reha-Plan Fall-Konferenzen statt. Neben EAP- (Erweitere ambulante Physiotherapie) Angeboten in der BG Unfallklinik Duisburg werden berufsorientierte Maßnahmen im B.O.R (Zentrum für berufsorientierte Rehabilitation) in Duisburg-Walsum angeboten.
Im komplexen Reha-Behandlungskonzept werden fachlich medizinische Leistungen unter ständiger ärztlicher Verantwortung und Kontrolle von speziell aus- und fortgebildetem Personal durchgeführt. Die ärztlichen Behandlungs- und Maßnahmenpläne jedes Patienten werden individuell erstellt und beinhalten Physiotherapie, Sporttherapie, Physikalische Therapie, Gehschule, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie, psychologische Hilfestellungen, sozialpädagogische Maßnahmen sowie die ärztliche Überprüfung und Verordnung erforderlicher Heil- und Hilfsmittel.
Für die gesamte Behandlungszeit steht ein umfangreiches Behandlungs- und Betreuungsteam zur Verfügung. Das Team besteht in der Regel aus dem behandelnden Arzt, Neurologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Diplom-Sportlehrer, Masseur und Bademeister. Parallel zur laufenden Reha-Maßnahme besteht enger Kontakt zum Berufshelfer, um die Weichen für die berufliche Reintegration, Teilhabe am Arbeitsleben darzustellen, als berufsfördernde Maßnahme bis eventuell zur Umschulung. Zur Überwindung psychologischer Probleme zum Beispiel bei noch nicht vollzogener Unfallverarbeitung, bei Stresssituationen oder langwährender Arbeitsunfähigkeit werden Psychologen zum Behandlungsteam hinzugezogen. Auch schmerztherapeutische Mitbehandlungen werden im Bedarfsfall durchgeführt.
Spezielle berufsgenossenschaftliche Rehabilitation Hand- und Brandverletzter
Auch bei Handverletzten steht die berufliche Rehabilitation und Integration im Mittelpunkt der Bemühungen des Rehazentrums an der BG Unfallklinik Duisburg. Der ärztliche Behandlungs- und Maßnahmenplan, der von der Abteilung Handverletzte für jeden Patienten individuell erstellt wird, umfasst Physiotherapie, Sporttherapie, Physikalische Therapien, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Ergotherapie, psychologische und schmerztherapeutische Hilfestellungen, sozialpädagogische und berufshelferische Maßnahmen sowie die Überprüfung, Verordnung und Anpassung aller erforderlichen Hilfs- und Heilmittel.
Einen Sonderfall stellt die Rehabilitation Brandverletzter dar:
Im Rahmen der Primärversorgung wurden die Haut- und Narbenverhältnisse soweit stabilisiert, dass multimodale Maßnahmen zur Unterstützung der Narbenreifung eingeleitet wurden. Bei noch bestehenden, kleinflächigen Hautdefekten wird unter konsequentem Wundmanagement kurz- bis mittelfristiges Abheilen gefördert. Rehabilitationsbehandlungen werden bei Brandverletzten dann durchgeführt, wenn die spezifische Verbrennungsbehandlung im Rahmen der Akutbehandlung abgeschlossen und eine stabile Herz-Kreislaufsituation gewährleistet ist. Die Phase der Rekonvaleszenz und Rehabilitation nach mittelschweren und schweren Verbrennungstraumen stellt einen langjährigen Prozess dar. Dabei sind wiederholte Rehabilitationsmaßnahmen häufig unumgänglich.
Berufsorientierte Rehabilitation
Reha vor Rente! Gerade nach schweren Unfällen kommt es darauf an, Reha vor Rente einzuleiten und die Rehabilitation optimal zu steuern. Vom Unfallort bis zur Wiedereingliederung ins Berufsleben und das Leben in der Gesellschaft, betreut die BG Unfallklinik Duisburg in Kooperation mit dem B.O.R Rehazentrum in Duisburg-Walsum ihre Patienten mit einem ganzheitlichen Versorgungsansatz. Dazu arbeitet sie in allen beteiligten Fachdisziplinen auf höchstem Niveau.
Unmittelbar nach einem Unfall beginnt das optimale Polytraumamanagement mit anschließender erstklassiger operativer Versorgung, setzt sich fort mit konsequenter physiotherapeutischer Sofort- und Nachbehandlung inklusive Beübungen in ergotherapeutischen Arbeitssimulationsmodulen. Nach Bedarf kann unmittelbar im Anschluss an den Klinikaufenthalt eine berufsorientierte Rehabilitation im B.O.R durchgeführt werden. So endet das Heilverfahren im Idealfall mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz. In Einzelfällen bedarf es einer lebenslangen Nachbehandlung. Diese Vorgehensweise stellt den Patienten in den Mittelpunkt und entspricht den wirtschaftlichen Leitgedanken der Berufsgenossenschaften.
Handlungsfähigkeit wiedergewinnen
Die Ergotherapie verfolgt das Ziel, dem Patienten nach Unfällen wieder zu größtmöglicher Handlungsfähigkeit in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit zu verhelfen. Im Rahmen der ergotherapeutischen Arbeitstherapie liegt das Hauptaugenmerk der darauf, dem Patienten ein – seine Ressourcen und Defizite beachtendes – selbständiges Erwerbsleben zu ermöglichen.



